Aktuelle Fotos gibt es  hier

 

Zu meinen "alten"
Tagebüchern

Mein Tagebuch ab 01.01.2007 

24.12.2007 Na, die Überraschung war aber wirklich gelungen! Da musste ich mir erst mal mit der Pfote über die Augen wischen: Plötzlich stand Cleo vor mir. Cleo bei mir in Tirol! Hurrah, und das sind wir:

21.12.2007 Hurra, ich bin wieder im Schnee! Es ist einfach herrlich. Klirrend kalt, Pulverschnee, Freude pur. Einziger Nachteil: Herrchen wirft mir keine Schneebälle. Angeblich wäre der Schnee zu kalt dafür. Verstehe ich nicht, aber na ja...  Wir trafen heute einen 8 Monate alten Golden Retriever. Ich habe mich erst einmal neben ihm im Schnee gewälzt, und da ist doch dieser Kerl einfach mit seinen Pfoten auf mich drauf gesprungen.  Dem habe ich aber die Meinung gesagt! Hinterher erfuhr ich dann, dass er bis vor kurzem im Tierheim war und dort hin gekommen ist, weil man ihn und seine Geschwister aus einem Keller befreit hatte. Kein Wunder also, dass er kein Sozialverhalten gelernt hatte und nicht wusste, dass man einer Dame nicht einfach so mit den Pfoten und vollem Gewicht auf den Bauch springt. Herrchen hat mir erzählt, dass es morgen eine besondere Überraschung gäbe. Was das wohl sein mag? Es ist doch noch nicht Weihnachten...
18.12.2007 Am Rhein habe ich heute beim Spaziergang wieder viele vierbeinige Kameraden getroffen und bekam von den dazugehörigen Zweibeinern ganz viele Komplimente, so wie meistens. Klar, dass mich die Leute schön finden, die zum Beispiel so einen kleinen Mops neben sich her laufen haben. Es lag wohl an der schönen Sonne, dass so viele Leute und Hunde unterwegs waren. Richtig interessant!
04.12.2007 Mein Alltagstrott. Heute will ich mal erzählen, wie der normale Alltag bei mir so abläuft.
Morgens kommt Junior-Herrchen mit Cleo zu Fuß durch den Wald, liefert Cleo in meinem Garten ab und geht dann nach nebenan ins Büro.  Ich fiepe so lange an der Terrassentür, bis jemand kommt und sie aufmacht. Dann renne ich zu Cleo, und wir geben uns Küsschen. Jeden Morgen ist das so. Dann rennen wir über meine Wiese und freuen uns, dass wir wieder beisammen sind. Dann kommt Junior-Frauchen Roberta, und wir gehen eine gute Stunde durch den Wald, natürlich sind mein Herrchen und Cleo auch dabei. Mein Frauchen will meistens nicht mit und sagt, es hätte keine Zeit.
Im Wald darf ich immer ohne Leine laufen und rennen, während Cleo an der Leine bleiben muss. Sie weiss schon warum...(läuft so gern hinter Rehen her und kommt dann nicht mehr zurück).
Am Nachmittag fahren wir meistens mit dem Auto irgendwo hin, wo es für mich interessanter ist als die gewohnten Wege in meinem vertrauten Revier. Wenn es nicht gerade heftig regnet, laufen wir wieder zwei Stunden. Dabei gibt's zwischendurch immer mal ein Spielchen. Stöckchen werfen, Leckerchen suchen oder was meinem Herrchen gerade so in den Sinn kommt. Wenn uns andere Hunde begegnen, freue ich mich. Ich streite nicht mit anderen, egal ob Rüde oder Hündin. Ausnahme: Wenn ein fremder Vierbeiner zu nah an mein Auto kommt. Da werde ich fuchsteufelswild. Manchmal spiele ich auch mit fremden Vierbeinern, aber das kommt selten vor. Da muss mir schon einer sehr sympathisch sein.
Ach ja - was ich so zwischendurch noch besonders gern mag: Wenn der Postbote oder die Postbotin klingelt und ein Paket bringt. Dann gibt's kein Halten für mich, ich muss einfach an den Zaun  rennen zur liebevollen Begrüßung und mir das gewohnte Leckerchen abholen. Ich liebe deshalb auch alle gelben Autos. Wenn wir an der Straße laufen und ein gelbes Auto fährt vorbei, dann muss Herrchen aufpassen -sonst renne ich hinterher!
Wenn Fremde bei uns zu Hause an der Tür läuten, gehe ich die Treppe hoch und bleibe auf der 5. Stufe stehen. Ich darf Besucher erst dann begrüßen, wenn die Erlaubnis von meinen Zweibeinern kommt. Fremde bekommen vorher erzählt, dass sie mich nicht einfach anfassen sollen. Das mag ich nämlich nicht so gern. Wer aber so 2-3 x bei uns war und immer freundlich  zu mir war, der darf mich dann auch knuddeln und seine Hand zwischen meine Zähne stecken. Im Büro interessiert es mich gar nicht, wer an der Haustür läutet. Da bleibe ich seelenruhig auf der Decke liegen. Meistens sind es nur Paketboten (aber nicht die mit dem gelben Auto).
03.12.2007 Ich merke, dass es wieder auf Weihnachten zu geht. Überall Lichter, Tannenzweige und ein Duft, den es eben nur in dieser Jahreszeit gibt. Wo ich das Weihnachtsfest diesmal verbringe, weiß ich noch nicht. Ob mein Wunsch wohl in Erfüllung geht, mit Cleo zusammen im ganz tiefen Schnee zu sein, in Tirol? Wie auch immer: Das Jahr wird bald zu Ende sein, und damit auch mein Tagebuch. Ihr habt es ja gemerkt: Die Pausen zwischen meinen Tagebucheinträgen werden immer größer. Warum? Weil nichts weltbewegendes Neues passiert. In meinen ersten Lebensjahren gab es immer wieder neue Abenteuer, Begegnungen mit neuen Situationen und Lebewesen. Aber jetzt? Soll ich jedes Mal erzählen, wenn ich wieder mal in einem Restaurant unterm Tisch gelegen habe und alle Zweibeiner um uns herum so begeistert von mir waren? Das ist doch alles schon so Selbstverständlich geworden! Oder wenn ich einen schönen Spaziergang am Rhein gemacht und viele Hunde getroffen habe....auch nichts Besonderes mehr. Deshalb habe ich mir für das Jahr 2008 vorgenommen: Ich werde in mein Tagebuch nur noch ganz besondere Vorkommnisse eintragen. Wenn also zum Beispiel ein neuer Hund in meiner Nachbarschaft einzieht, den ich nicht mag. Oder wenn ich mal krank werden sollte, damit mir alle die Daumen drücken. Wenn Ihr nichts von mir lest, geht es mir gut und ich verbringe meinen Alltag im gewohnten Trott. Wie der so aussieht, erzähle ich Euch morgen.
30.11.2007 Längst bin ich wieder daheim und verbringe wieder jeden Tag ein paar Stunden mit meiner Frendin Cleo. Fast eine ganze Woche war ich jetzt sogar wieder mal als Ferienkind bei ihr  und meinen Junior-Menschen. War ganz lustig und höchste Zeit, dass ich auf Cleo's großer Wiese mal wieder für Ordnung gesorgt und einigen von diesen grauen Flitzern den Garaus gemacht habe. Aber das Runterschlucken habe ich mir abgewöhnt. Ich habe sie ganz brav vor die Haustür gelegt, wenn sie sich nicht mehr bewegten.
07.11.2007 Ich weiß ja, dass ich in Italien längst nicht in jedem Restaurant willkommen bin.  Deshalb beschleicht mich jedesmal so ein ungutes Gefühl, wenn meine Zweibeiner abends mit mir im Auto wegfahren. Ob ich wohl schon wieder so lange im Auto alleine bleiben muss? Das mag ich natürlich nicht, denn ich möchte ja überall dabei sein, wo meine Zweibeiner sind. Wie gut, dass ich so viele Freunde habe, die mich lieben und an mich denken! Mein bester italienischer Freund Giuseppe hatte uns heute eingeladen in ein Fisch-Restaurant, und als er anrief hat er gleich zu Herrchen gesagt: "Luna darf auch mitkommen, ich habe extra gefragt". Danke, Giuseppe, grazie! Ich werde  nun bald 5 Jahre alt, war schon wer weiß wie oft in Italien, und heute ist es mir zum ersten Mal in diesem Land passiert, dass mir ein Kellner einen Wassernapf gebracht hat! Und das bevor die Zweibeiner etwas bekamen! Also, das Ristorante muss ich einfach weiter empfehlen: Es heißt "alla Grotta" und ist  in Lazise am Gardasee.
04.11.2007 Gestern noch im Schnee, und heute am Wasser. Ja, wir sind weiter Richtung Süden gereist und wieder an diesem großen Wasser, wo ich schon so oft war und mich gut auskenne. Alles ist so schön ruhig, man sieht kaum Zweibeiner, und der Strand gehört mir ganz alleine. Aber trotzdem möchte ich gern wieder zurück dorthin, wo der schöne Schnee war!
01.11.2007 Heute bin ich mal wieder auf große Reise gegangen. Die 5 1/2-stündige Autofahrt habe ich verschlafen. Als ich dann ausstieg, traute ich meinen Augen und Pfoten nicht: Alles war weiß! Mein Herz hüpfte vor Freude, als Herrchen gleich mit mir los ging und ich mich alle paar Meter in der weißen Pracht wälzen konnte. Die ersten Schneebälle habe ich auch schon gefangen. Juhuuu, ich freue mich!
20.10.2007 Das ist wieder meine Jahreszeit! Bei unseren Wanderungen bin ich viel besser gelaunt als im Sommer. Mir sitzt der Schalk im Nacken, und jetzt lasse ich mich auch gern wieder zum Jagen von Stöckchen, anderen Hunden, Leckerchen usw. animieren. Manchmal animiere ich mich auch selbst zum Toben, besonders wenn ich einen anderen Vierbeiner sehe. Heute war ich mal wieder mit Bandit unterwegs, meinem kleinen Manchesterterrier-Freund. Richtig viel sind wir gelaufen durch die schöne Herbstsonne. Aber egal wo ich Bandit aufgelauert habe, um ihn dann überfallartig in ein Spielchen zu verwickeln: Er will einfach mit mir nicht spielen!
10.10.2007 Meine geliebten Zweibeiner waren mal wieder verschwunden und hatten mich bei Cleo gelassen. Dort wo sie waren hätte ich auch gar nicht sein mögen: Auf Sizilien! Mir hat es gut gefallen, Tag und Nacht mit Cleo zusammen zu sein, aber trotzdem war die Freude natürlich riesengroß, als sie dann heute plötzlich wieder vor mir standen!
13.09.2007 Wir waren mal wieder am schönen Rhein.  Heute hat es mir besonders große Freude gemacht, nicht nur wegen der vielen Hundebegegnungen. Ich entdeckte viele tote Fische am Strand, die so herrlich dufteten. Doch jedesmal wenn ich mich in einem dieser Düfte wälzen wollte, unterband Herrchen das mit einem strengen "Nein".
Aber dann kam doch noch meine Chance: Irgendwann bin ich alleine zum Wasser gelaufen und habe Herrchen auf dem Fußweg gelassen. Ich tat so als wolle ich nur Wasser trinken, dabei hatte ich natürlich längst von weitem gewittert, dass da etwas Interessantes lag. Es war ein richtiger großer, halb verwester Fisch, dessen Duft ich einfach in mein Fell verreiben musste! So richtig genüsslich habe ich mich drin gewälzt, und als Herrchen das entdeckte, war ich schon herrlich parfümiert. Da ging dann erst mal das Waschen mit Rheinwasser los. Erst mein Geschirr, dann mein Fell. Und später zu Hause kam dann auch noch Shampoo an bestimmte Stellen, so dass leider nichts mehr von diesem herrlichen Verwesungsduft geblieben ist. Schade!
12.09.2007 Als Herrchen und ich vom Abendspaziergang zurück kamen, habe ich in unserem Vorgarten sofort einen Gast entdeckt. Als ich ihn begrüßen wollte, hat er sich zu einer Kugel zusammengerollt und die Stacheln von sich gestreckt. Herrchen ist gleich ins Haus gelaufen, hat sein neues Spielzeug geholt, und dann hat es zwei mal geblitzt. Also sind Mr. Igel und ich demnächst wohl in dem neuen Fotoalbum zu bewundern.
11.09.2007 Herrchen scheint ein neues Spielzeug zu haben. Es ist schwarz, Herrchen guckt hindurch, zielt auf mich, und es macht klick. Ich bin gespannt, wann ich die vielen Bilder endlich mal zu sehen bekomme. Aber Herrchen hat gesagt, dass meine Fotoseiten im Web bald alle neu geordnet würden. Es soll neue Fotoalben geben. Na, da bin ich gespannt!
10.09.2007 Da habe ich aber jetzt einen ganz schönen Schrecken bekommen, als ich mein Tagebuch zur Pfote nahm. 6 Wochen lang habe ich nichts geschrieben. Ist denn nichts passiert in dieser Zeit? Doch, eine ganze Menge ist passiert. Aber nichts, was mir wichtig genug gewesen wäre zum Niederschreiben. Ich war bei meiner Tierärztin Dr. Geyer in Alsfeld, glücklicherweise nur zum Impfen. Ich war mit Herrchen oft Pilze suchen. Pilze suchen finde ich ganz toll, weil ich immer zwischendurch Leckerchen suchen und Stöckchen holen darf. Am vergangenen Wochenende war ich mal wieder bei Cleo in Vollpension, weil meine Zweibeiner in Dresden waren. Aber auch das ist ja nichts außergewöhnliches mehr, dass sie mich öfter zu Hause lassen und ohne mich auf Reisen gehen....
26.07.2007 Heute waren wir bei Cleo zu Hause. Herrchen ist mit uns durch den Wald dorthin gelaufen. Während Herrchen stundenlang die Blumen gegossen hat, haben Cleo und ich gespielt und herumgetobt. Für den Rückweg haben wir eine andere Strecke genommen, einen großen Umweg. Cleo musste wie immer an der Leine bleiben (die läuft so gern den Rehen hinterher und kommt dann nicht wieder zurück, also selber schuld an ihrem Leinenzwang). Ich durfte natürlich frei laufen. Und dann schoss plötzlich ein Reh vor uns über den Weg und rannte weiter über eine große Wiese. Ich setzte zur Verfolgung an und hatte schon ein paar Sprünge hingelegt, als Herrchens Stimme ertönte: "Nein, hiiiiier!" Was habe ich gemacht? Auf dem Absatz bin ich umgekehrt, um mir bei Herrchen eine ordentliche Handvoll Leckerchen und Lobeshymnen abzuholen.
24.07.2007 Nachdem ich im letzten Monat eine Woche Urlaub bei Cleo verbracht habe, während meine Zweibeiner spurlos verschwunden waren, ist es zur Zeit umgekehrt: Cleo ist bei mir, und ihre Zweibeiner sind weg. Auch mein Frauchen war weg, aber wir haben es  wieder gefunden. Wir fuhren an diesen Ort, wo die schnellen Züge mit ganz viel Lärm angebraust kommen und dann quietschend anhalten.  Als hätte Herrchen es geahnt: Aus einem dieser Züge stieg Frauchen aus, den Koffer in der Hand. Wie habe ich mich gefreut! Da waren viele Zweibeiner um uns herum, die alle nur gestaunt haben, wie sehr ich mich freuen kann!
22.07.2007 Heute waren wir wieder mal am Rhein. Da laufen wenigstens fast alle Vierbeiner ohne Leine, deshalb darf ich mich dort auch meistens frei bewegen.  Aber was ich da heute erlebt habe.....! Da kam doch plötzlich so ein Rüpel (sah aus wie eine Kreuzung zwischen Bobtail und Airedaleterrier) bellend auf mich losgerannt und griff mich an. So etwas war mir ja noch nie passiert! Dabei war ich dem eine halbe Stunde vorher schon einmal begegnet, da hatten wir uns beschnuppert und waren weiter unseres Weges gegangen. Und nun auf einmal dieser Angriff. Dem habe ich aber ganz schnell den Garaus gemacht! Sein Herrchen hat sich wenigstens für das ungebührliche Verhalten entschuldigt.  Als ich danach mal kurz eine Runde geschwommen habe, waren lauter Enten um mich herum. Viele Zweibeiner wunderten sich, dass ich mich gar nicht für diese Enten interessiere. Ob die mich für so blöd halten? Als ob ich nicht wüsste, dass Enten schneller schwimmen können als ich!
13.07.2007 Herrchen scheint heute wieder zu viel Zeit zu haben. Wenn ich schon den Kamm und die Bürste in seiner Hand sehe, weiß ich, was mir blüht. Bei meiner dichten Unterwolle zwickt es manchmal recht unangenehm. Aber dafür gibt's dann wenigstens bei jedem Zwicken ein Leckerchen. Heute gab es viele Leckerchen, weil es oft gezwickt hat. Wir setzen uns zum Kämmen immer auf die Bank in Garten. Als Herrchen endlich fertig war, wurde die Spielzeugkiste geöffnet, und wir tobten auf dem Rasen herum. Ein leckeres Stück trockenes Rindfleisch zum Kauen bekam ich auch, das ich immer selbst in die Luft warf und wieder auffing. Ich war also wieder mal so richtig gut gelaunt. In solchen Momenten kommt Herrchen meist auf die Idee, diesen komischen Fotoapparat zu holen und mich damit zu fixieren. So auch heute (ich hörte auch Worte wie "so schön frisch gekämmt, müssen Bilder machen...". Na ja, so sehr lange hielt Herrchen's Freude über "frisch gekämmt" dann doch nicht an. Ich habe ihm 3 Minuten Zeit gelassen mit seiner Knipsmaschine. Weil ich ja besonders gut gelaunt war, dass die Kämmerei endlich ein Ende hatte, bin ich dann erst einmal ins kühle Naß meines Gartenteichs gesprungen. Herrlich!
04.07.2007 Jetzt muss ich mal einen Protest loswerden: Warum nur sind so viele Vierbeiner angeleint?  Fast jedesmal, wenn wir im Wald unterwegs sind, begegnet uns irgendein angeleinter Wauzi. Und jedesmal muss ich dann auch an die Leine. Heute kamen uns zum Glück mal wieder zwei nicht angeleinte Hundis mit ihrem Frauchen entgegen. Da durfte ich dann auch ohne Leine bleiben, und Herrchen erlaubte mir, die beiden Vierbeiner zu begrüßen. Wir hatten alle drei Spaß, und das ist doch die Hauptsache! Ansonsten immer dieses blöde: "Nein, du bleibst hier, kein Kontakt mit angeleinten Hunden." Ich kann diesen Satz wirklich bald nicht mehr hören!
02.07.2007 Es regnet jeden Tag, schon seit einer Ewigkeit. Meine Wanderungen mit Herrchen finden zur Zeit sehr unregelmäßig statt, nur in  regenfreien Phasen. Ich habe das Gefühl, Herrchen wird leicht depressiv. Deshalb habe ich mir heute ein Herrchen-Aufheiterungs-Programm einfallen lassen:'
Nach Rückkehr von unserem Nachmittagsspaziergang ging Herrchen noch mit mir in den Garten und inspizierte dort so einiges. Ich habe zuerst Purzelbäume geschlagen in dem Grashaufen, wo immer der frisch gemähte Rasen liegt. O-Ton Herrchen: "Du siehst aus wie ein Schwein". Dann bin ich in den Gartenteich gesprungen, habe ein paar Runden geschwommen, um dann über die Blumenbeete zu springen. Aber nicht etwa wie ein Hund das normalerweise macht. Ich bin mehr geflogen als gesprungen. Ich bin gerast wie von einer Tarantel gestochen. Mit einem Tempo, das selbst meinem Herrchen den Atem ins Stocken brachte. Dann habe ich mich wieder genüßlich im Gras gewälzt und Anlauf genommen für einen neuen Sprung in den Teich. Das ging fast eine Stunde lang so, und ich war einfach nicht zu bremsen. "Lebensfreude pur" nennen Zweibeiner das, was ich hatte. Und am Abend habe ich seit langer Zeit mal wieder versucht, den Korb mit meinem Spielzeug selbst zu öffnen. Herrchen hat's mir dann verboten und gesagt, die Spielzeugkiste gehöre nur ihm alleine. Aber Herrchen hat mir mein Lieblingsspielzeug herausgeholt, und dann haben wir im Wohnzimmer losgelegt. Ein Glück, dass Frauchen schon im Bett war und nichts mitbekommem hat! Ich sage nur: Ich war gut drauf!
26.06.2007 Nun war ich eine Woche bei Cleo in Urlaub, von meinen Zweibeinern weit und breit nichts zu sehen. Aber heute standen sie plötzlich wieder vor mir mit Koffern in der Hand. Wie habe ich mich gefreut! Es war also ein richtiger Festtag für mich. Ich hatte aber das Gefühl, dass Herrchen und Frauchen auch froh waren, mich wieder in den Arm nehmen zu können. Es schien mir so, als hätten sie ein schlechtes Gewissen gehabt. Ich wurde nämlich so richtig verwöhnt mit Leckereien und Streicheleinheiten!
09.06.2007 Wenn's warm ist und ich keine Lust habe weit zu laufen, lasse ich mir von Herrchen manchmal Märchen vorlesen, zum Beispiel Märchen über die Eurasierzucht. Manche Zweibeiner schreiben Märchen nicht nur, um andere damit zu erfreuen. Ob es auch Schreiber gibt, die mit ihren Märchen etwas ganz Bestimmtes bezwecken wollen? Zum Beispiel mit Märchen von zunehmender Inzucht bei Eurasiern, die sie in "WUFF" erzählen -  kurz vor den Wahlen in einem Eurasierverein... Ich weiß leider zu wenig über genetische Defekte, über Inzucht und auch darüber, ob bei manchen Zweibeinern der Urinstinkt für Sozialverhalten erfolgreich weggezüchtet wurde.
Aber m
ein Kinderstuben-Menschenpapa Prof. Dr. Kurt Kotrschal weiß zum Glück eine ganze Menge über Eurasierzucht und hat dazu etwas geschrieben, was mir gefallen hat.  Herrchen hat's mir vorgelesen, und es steht hier.
07.06.2007 Es ist wieder warm in Deutschland. Deshalb habe ich mich gestern mehrmals in meinen Gartenteich gestürzt und für Abkühlung gesorgt. Eigentlich habe ich bei solchem Wetter gar nicht so viel Lust zum Spaziergengehen. Heute sind wir allerdings mit dem Auto mal wieder an den Rhein gefahren, wo erstens ein angenehmes Lüftchen ging und zweitens das kühle Naß mein Wohlbefinden steigerte. Bei den vielen Vierbeinern, die mir dort immer begegnen, vergesse ich dann auch schnell die Hitze und dass ich eigentlich gar keine Lust habe, mich zu bewegen...
04.06.2007 Heute ist mir eingefallen, dass ich jetzt schon wochenlang nichts in mein Tagebuch geschrieben habe. Ich bin schreibfraul geworden! Aber das liegt natürlich auch daran, dass gar nicht so sehr viel Wichtiges passiert ist, was man niederschreiben müsste. Ich war mit meinen Zweibeinern lange Zeit in Italien und in Tirol. Ohne meine Freundin Cleo, leider. Ab und zu habe ich natürlich  auch Vierbeiner getroffen, aber ein Spielkamerad war nicht dabei. Als wir gerade mal eine gute Woche wieder zu Hause waren, kam mein Freund Giuseppe aus Italien zu Besuch. Das war eine Begrüßungsfreude! Giuseppe hat mit seiner Frau sogar bei uns im Haus geschlafen, und ich habe es genossen, immer wieder von ihm gekrault zu werden und mit ihm zu spielen. Aber dann sind die Zweibeiner leider  alle zusammen verschwunden. Nach Prag sind sie geflogen und haben mich bei Cleo und den Junior-Zweibeinern gelassen. 3 Tage später waren sie wieder da. Klar, dass ich vor lauter Glück getanzt und gesungen habe.
03.05.2007 Wuff - heute habe ich für große Aufregung gesorgt! Ich war mit Herrchen an der Garage, weil wir zusammen die Winterreifen aus dem Auto geladen haben. Dann entdeckte ich plötzlich einen großen schwarzen Neufundländer, der an der Straße vorbei spazierte. Da musste ich natürlich hin! Also rannte ich Richtung Straße. Mich interessierte nur noch der Vierbeiner, und weder das heranrasende Auto noch Herrchens Rufen konnten mich beeindrucken. Das Auto hat gebremst und ließ mich freundlicherweise auf die andere Straßenseite laufen. Und dann hatten die Zweibeiner dieses großen Neufundländers Angst vor mir. Sie meinten, Herrchen würde deshalb so aufgeregt rufen, weil ich vielleicht unverträglich mit anderen Hunden wäre...dabei bin ich doch die Freundlicheit in Person! Na ja, und dann hatte Frauchen wohl eine Blitzidee: Frauchen pfiff zum ersten Mal in ihrem Leben auf der Hundepfeife! Das fand ich so toll, dass ich den Neufundländer nicht einmal mehr  begrüßt habe, sondern blitzschnell zurück gelaufen bin in Richtung Pfiff - also zu Frauchen. Der Schreck saß ihnen wohl noch so in den Gliedern, dass meine beiden Zweibeiner  vergaßen, mich zu belohnen für meine prompte Reaktion auf den Pfiff.  Zweibeiner sind wirklich schwer erziehbar!
29.04.2007 Inzwischen haben wir eine weite Reise gemacht. Ich bin mit meinen Zweibeinern wieder von hohen Bergen umgeben, und heute haben wir eine richtig weite Tour zu Fuß gemacht. Stundenlang ging es bergauf, mir hing fast die Zunge zum Hals heraus. Zum Glück fand ich hin und wieder eine Quelle zum Trinken. Irgendwann gab es eine kurze Pause, und wir saßen vor einer Hütte, wo die Zweibeiner auch etwas zu tirnken bekamen. Sie schienen irgendwie geschafft zu sein und meinten wohl, ich sei nun auch müde. Von wegen! Beim Abstieg bin ich die Strecke mindestens 4 x gelaufen, weil ich immer bergauf und bergab gerannt bin - so richtig gut gelaunt und in Topform. Stöckchen holen, mit Tannenzapfen spielen usw. Als wir nach 5-stündigem Marsch wieder zu Hause waren - nix da mit Müdigkeit! Ich habe meinem Herrchen sofort klargemacht, dass ich jetzt im Garten mit dem Ball spielen möchte...
26.04.2007 In letzter Zeit ist nicht viel Aufregendes passiert. Aber heute habe ich etwas ganz Tolles erlebt! Zuerst war alles ganz normal: Mit Herrchen bin ich durch den Wald gelaufen, interessante Gerüche wie immer. Ab und zu hieß es "Such' Leckerchen", so wie immer. Um Stöckchen hinterherzujagen war es mir zu warm. Und so gingen wir halt unseres Weges. Doch plötzlich, nur 2 Meter neben mir, ein Rascheln. Ich lege einen weltmeisterlichen Sprung hin, und bevor Herrchen überhaupt kapiert hatte was los war, hatte ich schon ein wunderbares Erlebnis hinter mir. Da war es mir doch tatsächlich geglückt, endlich mal ein lebendiges Spielzeug zu erwischen. Es war rot und hatte einen buschigen Schwanz. Normalerweise sausen diese Spielzeuge immer die Bäume hoch, wenn ich sie fangen will. Doch diesmal war ich schneller! Wie gesagt - als Herrchen begriffen hatte, was los war, bewegte sich das Spielzeug schon nicht mehr. Ich hatte es wohl etwas zu heftig geschüttelt. Was ich natürlich gar nicht verstanden habe: Herrchen war stinksauer und hat mich nicht ienmal gelobt für meine Schnelligkeit!
12.04.2007 Beim Spaziergang durch den Wald kreuzte heute ein Reh unseren Weg - nur so etwa 20 m vor uns rannte es vorbei. Ausgerechnet in diesem Moment ging  ich ziemlich dicht neben Herrchen und traute mich somit nicht, dem Reh hinterher zu rennen. Ich tat also so, als würde das Reh mich nicht interessieren, und prompt griff Herrchen in die Tasche. Der "Jackpot" kam zum Vorschein: Eine ganze Hand voll Leckerchen und Lobeshymnen vom Feinsten!
10.04.2007 Ostern ist zwar vorbei, aber heute habe ich den Osterhasen gesehen! Wir spazierten über die Wiesen, als plötzlich so ein Langohr kurz vor mir aufsprang und los rannte. Ich natürlich hinterher - was auch sonst? Aber Herrchen war ganz zufrieden: Ich habe den Mümmelmann nur bis zum Zaun verfolgt und bin ihm nicht in den Wald gefolgt, obwohl es auch für mich ein Leichtes gewesen wäre, durch diesen Zaun zu schlüpfen.
08.04.2007 Der Osterhase war da! Mein Osternest mit leckeren Sachen habe ich gleich am Morgen gefunden. Dann ein schöner Osterspaziergang, und kaum waren wir zurück, stand der Besuch vor der Tür. Und wieder gab's Ostergeschenke. Nicht schlecht, Ostern darf öfter sein!
06.04.2007 Endlich sehe ich Cleo wieder! Am Morgen steht sie in meinem Garten, als sei nichts gewesen. Ich schlecke sie ab und freue mich riesig! Aber da ist wieder dieser Geruch einer anderen Hündin. Was möchte da los sein? Cleo erzählt es mir: Sie hatte Lupa zu Besuch, viele Tage lang. Lupa ist eine Schäferhündin, und ihre Zweibeiner waren in Urlaub. Da hat Lupa so lange bei Cleo gewohnt, und deshalb hatte Cleo keine Zeit für mich. Ich kenne diese Lupa zwar nicht, aber eines ist klar: Die ist mir unsympathisch!
02.04.2007 Wo möchte Cleo nur sein? Schon tagelang habe ich sie nicht gesehen. Sonst kommt sie ja morgens immer zu mir,  und meist sind wir den ganzen Tag zusammen. Ja, ich vermisse sie! Wenn Junior-Herrchen oder Junior-Frauchen vorbeikommen, freue ich mich über den Geruch von Cleo, aber da ist noch ein weiterer Geruch. Ob Cleo wohl eine andere Spielgefährtin gefunden hat und von mir nichts mehr wissen will?
29.03.2007 Heute morgen sind wir schon zeitig losgefahren. Es ging Richtung Gießen, weil Onkel Michael heute Geburtstag hat! Den ganzen Tag waren wir also bei Onkel Michael und Tante Siggi. Und weil es regnete, gab es nur einen kurzen Spaziergang zwischendurch; für mich war es deshalb ein recht langweiliger Tag. Und dann musste ich abends auch noch zwei Stunden gelangweilt unter dem Tisch eines Restaurants liegen, bevor wir dann die Heimreise wieder antraten und Herrchen endlich mit mir eine Stunde durch die Dunkelheit marschierte.
28.03.2007 Frühlingswetter! Wir fahren mit dem Auto zum Rhein, juhuuuu! Das ist immer Freude pur für mich, weil mir da so viele Vierbeiner begegnen undsich immer auch mal einer findet für ein Spielchen. Hier ist immer was los, und natürlich steht auch wieder "Stöckchen werfen" auf dem Programm. Wenn ich die aus dem Wasser holen kann, macht das irgendwie noch mehr Spaß als im Wald.  Es war jedenfalls ein schöner, abwechslngsreicher Nachmittag heute.
26.03.2007 Am Vormittag kommt Cleo zu Besuch, super! Stürmisch begrüßen wir uns, dann begrüße ich erst einmal Junior-Herrchen Norbert und Junior-Frauchen Roberta, bevor ich mit Cleo durch den Garten tobe und wir unser Wiedersehen feiern! Die Zweibeiner schauen sich derweil drinnen die vielen Fotos aus Tirol an und erzählen von mir und vom Schnee. Wie immer sagt Herrchen: "Ich muss die schönen Fotos schnell auf Luna's Website bringen". Aber so wie ich Herrchen kenne, wird das noch ein paar Tage dauern!
25.03.2007 Schon am Morgen spürte ich, dass es heute wieder auf Reisen gehen würde. Wenn ich das spüre, lasse ich das Auto nie aus den Augen. Am liebsten würde ich sofort hineinspringen, damit es bloß nicht ohne mich wegfährt! Mein Gefühl hatte mich nicht getrogen: Am frühen Abend war es so weit: Wir verabschiedeten uns von Andreas (schade, ich hätte ihn ja lieber mitgenommen, aber er wollte wohl noch ein paar Tage in Tirol bleiben). 5 1/2 Stunden lag ich schlafend im Auto, und dann waren wir wieder an meinem anderen Zuhause angekommen. Ich habe gleich mit meiner Nase alles kontrolliert und meinen Garten inspiziert. Es roch noch nach Cleo, aber sie war nicht da. Aufs Wiedersehen mit Cleo freue ich mich schon, denn ich habe ihr viel zu erzählen!
24.03.2007 Auch heute morgen holte Andreas mich zum Spaziergang ab, als Frauchen und Herrchen noch gemütlich frühstückten. Wir liefen zwei Stunden durch den Schnee, ließen uns zwischendurch mal auf einer Terrasse nieder, wo ganz viele kauende und schlürfende Zweibeiner saßen und sich bedienen ließen, und dann liefen wir wieder zu meinem Zuhause, wo meine Zweibeiner sich übers Wiedersehen genauso freuten wie ich.  In meinem Garten war der Schnee inzwischen fast vollständig wieder weg. Der Nachmittag war für mich recht langweilig, weil die Zweibeiner im Garten gearbeitet haben. Ich wäre natürlich lieber so wie gestern wieder 6 Stunden durch den Schnee gerannt!
23.03.2007 Heute morgen kam Andreas schon zeitig an meine Terrassentür. Frauchen und Herrchen saßen noch am Frühstückstisch. Dann hat Andreas mir mein Geschirr angezogen, die Leine festgemacht und ist mit mir eine gute Stunde durch den Schnee gewandert. Ich fand das toll - nicht nur wegen des Spaziergangs. Andreas gab mir nämlich zwischendurch immer wieder eines von diesen Leckerchen. Er war viel großzügiger damit als Herrchen! Dann sind wir wieder nach Hause gegangen, haben Herrchen abgeholt und sind gemeinsam zu einer Wanderung aufgebrochen. Es war toll - überall nur Schnee. 6 Stunden waren wir gemeinsam unterwegs, sind viele Kilometer bergauf und bergab gewandert. Und weil ich mich im Schnee immer so freute, hat Herrchen wieder ganz viele Fotos von mir gemacht.
22.03.2007 Am Nachmittag fuhr Herrchen mal kurz mit dem Auto weg. Als das Auto wieder zurück kam, stieg außer Herrchen noch ein Zweibeiner aus. Als der auf mich zu kam am Gartentor, machte es plötzlich "klick", und ich erkannte ihn gleich wieder. Das war Andreas, der mich schon ein paar mal besucht und immer so leckere Sachen mitgebracht hatte! Er war aus Berlin gekommen, um mich mal wieder zu besuchen. Wir begrüßten uns ganz stürmisch, ich freute mich riesig über das Wiedersehen, und auch Andreas schien sich sehr zu freuen. Es knisterte gleich in seiner Tasche, und dann verwöhnte er mich erst einmal mit tollen Leckerchen. Den Rest des Tages haben wir dann zusammen verbracht.
21.03.2007 Strahlender Sonnenschein und immer noch viel Schnee - ein wunderschöner Tag mit herrlichen Wanderungen durch die weiße Pracht. Und den Labrador von gestern trafen wir auch wieder. Na, da war ja klar, dass wir unser Spielchen von gestern fortsetzten. Dann ging dieser Labrador mit seinem Frauchen zu einem Auto, sprang hinein, und ein anderer pechschwarzer Labrador kam heraus. Der war genau so groß und kräftig, aber schon etwas älter. Doch es dauerte gar nicht lange, da hatte ich auch ihn überredet, mit mir ein paar Runden durch den Schnee zu toben. Es war für mich wieder ein wunderschöner Tag, und nach dem vielen Toben im Schnee war ich nachmittags rechtschaffen müde.
20.03.2007 Es liegt noch mehr Schnee als gestern, und zusammen mit Frauchen und Herrchen breche ich am Morgen zu einer Wanderung auf. Schon nach einer halben Stunde treffen wir einen jungen Hundemann - einen schönen dunkelbraunen Labrador. Wir beschnuppern uns kurz, und dann geht's aber los! Wir toben durch den Schnee, wälzen uns in der weißen Pracht und haben einfach nur Spaß. Als die Zweibeiner irgendwann weiter gehen wollten, mochte der Labrador gar nicht mehr zu seinem Frauchen zurück - das lief nämlich in die entgegengesetzte Richtung wie wir und versuchte, seiner Hundepfeife die lautesten Töne zu entlocken. Es half aber nichts, der Labrador lief mit mir und wollte von seinem Frauchen anscheinend gar nichts mehr wissen. Schließlich sind wir umgekehrt und haben den jungen Mann zu seinem Frauchen gebracht, das ihn an die Leine nahm.
19.03.2007 Es schneit den ganzen Tag. Na, das war aber ein kurzer Frühling; es ist wieder Winter! Ich freue mich, ich bin glücklich. Für mich gibt es ja kaum etwas Schöneres als mich im Schnee zu wälzen, im Schnee herumzutoben und Schneebälle zu fangen. Am Abend war mein Garten tief verschneit, und der Abendspaziergang machte mir richtig viel Spaß.
18.03.2007 Ich fühle mich heute deutlich besser. Meine Zweibeiner freuen sich riesig, als ich am Morgen so wie immer an der Terrassentür stehe und nach draußen will. Und dass ich nach der Leckerchen-Dose schiele, die mich gestern noch recht wenig interessierte. Aber es gibt keine Leckerchen. Stattdessen nur Reis mit Putenbrust. Herrchen und ich gehen Gassi. Als ich mich dann endlich hinhocke für ein "großes" Geschäft, ist Herrchen ganz gespannt. Als ich fertig bin, freut Herrchen sich: Es hat die richtige Farbe, also nicht mehr rot. Nur noch ein paar Spuren von dunklem Blut sind zu sehen. Herrchen's Laune wird immer besser. Mein Appetit auch, denn als wir nach Hause kommen, habe ich erst mal meine Portin Reis mit Pute verspeist. Und am Nachmittag hatte ich wieder Lust, mit dem Ball zu spielen. Es war alles wieder wie gewohnt, und ich fühle mich wieder gut!
17.03.2007 Ich fühle mich immer noch elend. Herrchen hängt am Telefon, ich höre immer etwas von Termin, Tierarzt und "schade, also am Wochenende keine Chance." Dann gehen wir Gassi, und Herrchen ist ganz entsetzt. Das, was sonst braun ist, war rot. Blut! Große Aufregung. Dann fuhren wir zu einem Haus, wo uns ein Zweibeiner begrüßte. Der roch nach Tierarzt. Ich bekam zwei Spritzen, eine davon hat hinterher ganz schlimm gebrannt auf meiner Haut. Herrchen bekam noch eine Schachtel in die Hand gedrückt, und ich durfte wieder nach draußen ins Auto. Bis zum Abend habe ich fast nur geschlafen und mich dazu unterm Tisch verkrochen. Dann gab Herrchen mir eine Hand voll Reis mit Putenbrust. Erst wollte ich gar nichts essen, aber dann habe ich doch aus Herrchen's Hand etwas davon gefressen. Herrchen schien sich zu freuen. Zwischendurch waren wir noch einmal kurz eine Runde Gassi gegangen, und wieder kam hinten nur Blut heraus. Ich spürte, das Herrchen sich Sorgen machte. Da habe ich ihm zum Trost mal über die Hand geleckt.
16.03.2007 Heute war kein guter Tag. Ich fühlte mich irgendwie lustlos und hatte auch keinen Appetit. Mein Napf blieb voll. Am Abend wurde es mir dann ganz übel, und ich musste mich übergeben. Das passierte noch einige Male. Immer wenn ich Wasser getrunken hatte kam das anschließend wieder heraus, auch während der Nacht. Frauchen und Herrchen waren in großer Sorge um mich, das habe ich gemerkt. Außerdem hatte ich beim letzten Gassigehen ziemlichen Durchfall, so dass Herrchen mir noch das Fell am Hinterteil gewaschen hat.
14.03.2007 Zusammen mit Frauchen und Herrchen bin ich ins Auto eingestiegen und habe mich gleich schlafen gelegt. Als ich nach gut 5 Stunden wach wurde, waren wir in meinem Tiroler Zuhause. Was für eine Überraschung! Herrchen ging gleich mit mir an die Skipiste, wo ich mich erst 'mal ausgiebig im Schnee wälzen konnte. Einfach herrlich! Aber es gab nur noch ein paar von diesen weißen Flecken. Auch hier scheint der Frühling ausgebrochen zu sein...
12.03.2007 Richtiges Frühlingswetter! Herrchen und ich haben es genutzt, um nach langer Zeit mal wieder an der Rheinpromenade spazieren zu gehen. So viele Vierbeiner habe ich lange nicht mehr an einem Tag getroffen, alle schienen unterwegs zu sein. Das hat richtig Spaß gemacht. Manche Zweibeiner fragten von weitem: "Ist das eine Hündin oder ein Rüde?" Herrchen hat dann immer geantwortet: "Das ist eine Hündin, aber die verträgt sich mit allen Hunden". Und schon durfte ich wieder eine neue Bekanntschaft machen... Zum Schwimmen hatte ich allerdings noch keine Lust, da warte ich lieber noch bis zum Sommer.
25.02.2007 Kaum war ich heute morgen wach, stand Cleo schon an der Tür. Das war eine Begrüßungsfreude! Wir sind gleich auf die Wiese und haben herumgetobt - endlich mal wieder richtig Action!
24.02.2007 Während der letzten Tage sind wir immer wieder bei frühlingshaftem Wetter und viel Sonne zu längeren Wanderungen aufgebrochen. Bandit war immer dabei. Schade, dass kaum noch Schnee zu sehen ist. Die letzten Schnee-Reste, in denen ich mich ab und zu noch wälzen kann, machen mein Fell immer gleich so nass. Einmal sind wir noch mit der Gondel weit nach oben auf den Berg gefahren. Ich fahre gern mit der Gondel und kann es immer kaum abwarten, bis ich hineinspringen darf. Als wir oben ankamen, war dort ganz viel Schnee und noch richtiger Winter. Hurrah!
Aber heute sehe ich schon wieder Koffer, und die Zweibeiner laufen oft zu den Autos. Am Nachmittag heißt es dann plötzlich "hopp", und ich springe auf meinen Platz im Auto. Nach einigen Stunden werde ich wach und bin wieder in der Heimat!
19.02.2007  Zusammen mit Bandit und den Zweibeinern habe ich heute eine lange Wanderung gemacht. Irgendwie macht die Lauferei doch mehr Spaß, wenn ein Spielkamerad dabei ist mit dem man ab und zu mal eine Tob-Runde einlegen kann. Wenn uns andere Vierbeiner begegnet sind, habe ich immer gut auf Bandit aufgepasst, dass sie ihm nicht zu nahe kommen. Schließlich bin ich ja größer und kräftiger, muss ihn also beschützen. War ein schöner Tag heute, und hinterher lagen Bandit und ich nur noch schlafend auf unseren Decken. Auf den Abendmarsch hätte ich sogar gerne verzichtet; zum Glück kehrten wir bald dort ein, wo Zweibeiner mit ihren Messern und Gabeln klappern und ich unterm Tisch weiter schlafen durfte.
18.02.2007 Cleo fuhr heute mit ihren Zweibeinern Norbert und Roberta wieder weg. Schade, ich hätte sie so gerne noch bei mir gehabt! Es dauerte nicht lange, da fuhr wieder ein Auto auf unseren Parkplatz. Nach einem kurzen Wuff sah ich, wie ein kleiner schwarzer Vierbeiner ausstieg und auf mich zugerannt kam. Bandit! Mein Freund Bandit, der Manchester-Terrier! Wie soll ich mir das nun erklären? Wie kommt Bandit nach Tirol? Und wie hat er mich gefunden? Bandit's Zweibeiner sind inzwischen auch ausgestiegen und hereingekommen. Es ist ja was los bei uns!
17.02.2007 Nun habe ich Herrchen und Roberta schon seit 6 Tage nicht gesehen. Frauchen und Rosi haben sich zwar viel Mühe gegeben, mich bei guter Laune zu halten. Ja, sie haben mich sogar richtig verwöhnt. Zum ersten Mal in meinem Leben bin ich sogar mit einem Bus gefahren, und zwar zur Winklmoos-Alm. Ich tat so, als hätte ich noch nie etwas anderes getan als Busfahren. Ob die beiden mich für immer verlassen haben? Frauchen hat mir erzählt, die beiden seien in die Dolomiten gefahren zum Skifahren und würden bald zurück kommen.  Aber das kann doch nicht eine solche Ewigkeit dauern! Heute Nachmittag ging Frauchen alleine mit mir spazieren. Als wir zurückkamen, witterte ich es schon auf dem Parkplatz. Ich rannte durch den Garten, und schon sah ich Herrchen in der Tür stehen. Ich wußte vor lauter Freude gar nicht wie mir geschah und was ich zuerst tun sollte. Herrchen abschlecken, hin- und her rennen, quietschen und was man so alles tut, wenn man sich irrsinnig freut. Herrchen freute sich offensichtlich auch, mich endlich wieder knuddeln zu können. Doch dann fiel mir ein, dass ich auch Roberta gewittert hatte. Sie hatte sich im Gästezimmer versteckt, aber ich fand sie sofort. Und dann gab's nochmal ein Freudenfest. Juhuuu, endlich waren sie wieder da! Zu allem Überfluss stand dann kurze Zeit später auch noch Junior-Herrchen Norbert im Türrahmen. Gerade wollte ich mich auf ihn stürzen zur Begrüßung, da entdeckte ich hinter ihm etwas weißes. Cleo!!!!! Meine weiße große Freundin war auch da!  Ich habe also erst einmal Cleo abgeküsst, dann wieder Norbert begrüßt und so ging das hin und her. Was für ein Freudentag!
11.02.2007 Heute ist mein Geburstag. Der Tag fängt so schön an: Ich werde von allen geknuddelt und bekomme Päckchen mit Leckereien. Leider darf ich nicht alle auf einmal verspeisen. Aber dann passiert etwas, was mich doch sehr traurig macht - Herrchen fährt weg mit dem Auto und nimmt mich nicht mit! Roberta ist auch mit eingestiegen. Diese komischen Bretter, mit denen Zweibeiner über den Schnee rasen, wurden auch ins Auto geladen. Ich bin enttäuscht. Sie sind weg und lassen mich mit Frauchen und meiner Freundin Rosi zurück!
09.02.2007 Ich traue meinen Augen nicht: Mein Junior-Frauchen Roberta steht plötzlich vor mir! Was für eine Freude! Aber wie kommt Roberta hier nach Tirol? Egal- ich freue mich riesig, dass wir uns wiedersehen.
05.02.2007 Heute haben wir einen Ausflug mit dem Auto gemacht. Wir waren 1 1/2 Stunden unterwegs und kamen dann in einen Ort, den ich noch nie gesehen hatte. Aber auch hier gab es Schnee, viele Zweibeiner auf diesen komischen Brettern und viele Vierbeiner zum Beschnuppern. Und während mein Frauchen mit Rosi in den Geschäften herumstöberte, habe ich mit Herrchen Schneeballfangen gespielt. Erst spät am Abend waren wir wieder zu Hause, und ich war hundemüde.
04.02.2007 Bei unserer heutigen Wanderung hatte Herrchen mal wieder diesen schwarzen Apparat mit, der immer "klick" macht. Wir waren wieder ein paar Stunden unterwegs. Mittags kehrten wir in ein Restaurant ein, wo ich (wie immer) unterm Tisch verschwand und keiner der fremden Zweibeiner um uns herum merkte, dass ich überhaupt da war (so wie immer). Als wir wieder gehen wollten und ich unterm Tisch hervor kam, war wieder von allen Seiten dieses erstaunte Raunen zu hören und (so wie immer), kamen entzückte Rufe: "Oh, ist der aber süß. Und was für ein gepflegtes Fell der hat! Das ist aber ein schöner Teddybär. Ist das ein Chow Chow? Hat der auch eine blaue Zunge? Darf man den streicheln?" Herrchen beantwortete alle Fragen geduldig (so wie immer). Ich habe dann jedes Mal das Gefühl, dass er richtig stolz ist auf mich. Wenn Herrchen mit solchen fremden Zweibeinern spricht, die sich für mich interessieren, geht vorher sein Zeigefinger nach oben. Das ist für mich das Kommando "sitz". Ich sitze also dann so richtig brav da und warte. Dann sagt meistens einer von den fremden Zweibeinern: "Und guck mal, wie gut erzogen der ist!"
02.02.2007 War das lustig heute! Als ich mit Herrchen die Vormittags-Gassi-Runde ging, trafen wir eine kleine, kurzhaarig Wauzie-Dame namens Maja. Die rannte wie eine Verrückte um mich herum. Zuerst blieb ich mal ganz ruhig stehen und fand diese Rennerei albern. Doch nach ein paar Minuten habe ich mitgemacht, und wir haben uns gegenseitig gejagt. Als ich mich dann zwischendurch im Schnee wälzte, sprang die kleine Maja immer auf mich drauf. Ein richtiger kleiner Wirbelwind. Maja war mir sympathisch und durfte deshalb alles mit mir machen, ohne dass ich sie auch nur ein einziges Mal zur Ordnung gerufen hätte.
31.01.2007 Heute haben die Zweibeiner wieder eine eine schöne Wanderung mit mir gemacht. Über uns am Himmel tauchten immer mal wieder so große Bälle auf, die ab und zu entsetzlich zischten. Das war mir etwas unheimlich. Das seien Ballons, wurde ich aufgeklärt. Einer dieser Ballons ist sogar ganz in meiner Nähe gelandet. Voller Neugier habe ich mir angesehen, wie er immer kleiner wurde und auf die Seite kippte. War ganz lustig! Wir sind weit gelaufen. Die Zweibeiner schienen sich zu freuen, dass die Sonne so schön schien. Mir war das egal - mich interessierte nur der Schnee, egal ob mit oder ohne Sonne. Wie liebe es doch, Schneebälle zu fangen, und davon bekam ich sehr viele zugeworfen! Ganz viel Spaß hatte ich mit einem Artgenossen. Wir kamen an einem Bauernhof vorbei, auf dem er anscheinend wohnte und um das Haus herumlief. Als er mich sah, kam er gleich angelaufen. Es war ein junger Mann, vielleicht 1-2 Jahre alt. Jedenfalls hatte er viel Power und wollte mit mir spielen. Da er mir gleich sympathisch war, sind wir beide über die Wiese gerannt, haben miteinander getobt, haben getanzt, uns gewälzt usw. Es hat Spaß gemacht! Und Fotos von unserem Spielchen hat Herrchen auch gemacht. Sie sind bei meinen aktuellen Fotos zu sehen.
30.01.2007 Es schneit nicht mehr. Das weiße Pulver, das jetzt den Boden bedeckt, reicht mir auch vollkommen. Ich genieße es und wälze mich ständig drin.
Wir sind heute fleißig marschiert. Frauchen, Herrchen, Rosi und ich. Immer bergauf, bis wir an der Edernalm ankamen. Dort haben sich die Zweibeiner wieder mal den Magen vollgeschlagen, während ich unter dem Tisch liegen musste und nichts bekam. So sind sie halt, die Zweibeiner! Dafür habe ich mich halt anderweitig amüsiert. So fand ich zum Beispiel unterwegs immer wieder dicke Kanalrohre, über die der Weg hinweg ging. Ich kroch hindurch, um am anderen Ende wieder aufzutauchen und den Zweibeinern ab und zu einen Schrecken einzujagen. Es war eine schöne, abwechslungsreiche Wanderung heute. Von mir aus darf das jeden Tag so sein: Schneebälle fangen, andere Vierbeiner treffen und mit ihnen durch den Schnee rennen, Stöckchen herumschleppen usw.
28.01.2007 Gegen Mittag schleppt unser Besuch die Koffer schon wieder zum Auto, und wir sind wieder alleine: Herrchen, Frauchen und ich. Aber wir sind nicht lange alleine. Gegen Abend fährt Herrchen mit dem Auto weg. Ohne mich (so etwas macht mich natürlich stinkesauer). Etwa 1 1/2 Stunden später höre ich Herrchen's Auto wieder vorfahren. Und dann bin ich total aus dem Häuschen: Herrchen bringt meine Freundin Rosi mit! Sie war mit dem Zug gekommen, und Herrchen hatte sie am Bahnhof abgeholt.  Nachdem ich mich in meiner Wiedersehensfreude wieder etwas beruhigt hatte, bemerkte ich Rosi's Koffer. Na, da werde ich wohl etwas länger das Vergnügen mit ihr haben! Ich freue mcih jedenfalls sehr, denn Rosi verwöhnt mich immer so nett mit Leckerchen und Streicheleinheiten!
26.01.2007 Während der letzten Nacht sind viele weiße Flocken vom Himmel gefallen. Als ich mit Herrchen den Morgenspaziergang aufbreche, bin ich außer Rand und Band: Alles  ist weiß, und ich kann im Schnee herumrennen und -toben! Als Herrchen und ich vom Morgenspaziergang zurückkommen, steht ein Auto vor der Tür. Ich schnuppere und erkenne den Geruch: Onkel und Tante müssen da sein! Tante ist Frauchen's Schwester, und die haben uns voriges Jahr auch hier in Tirol besucht. Ich laufe über die Terrasse an die Küchentür, die sich auch gleich öffnet, und dann gibt es eine richtige Begrüßung auf Eurasierart. Es wird geschleckt und geknuddelt! Leckerchen für mich hat der Besuch natürlich auch mitgebracht. Wenn nicht, hätte ich natürlich protestiert....
21.01.2007 Ich hatte schon wieder den richtigen Riecher. Auch wenn meine Zweibeiner das ganz geschickt angestellt hatten und ich keinen Koffer zu Gesicht bekam, so spürte ich längst, dass es heute wieder auf eine längere Reise gehen sollte. Ich kannte sogar das Ziel, ohne dass es mir jemand verraten hätte. Ich wusste ganz genau, dass wir heute dorthin fahren würden, wo ich bisher in jedem Winter meines Lebens so viel Spaß hatte in meinem geliebten weißen Element. Wir fuhren um 18:00 h los und waren um Mitternacht am Ziel. Ich sprang aus dem Auto und freute mich auf Schnee - welche Enttäuschung! Es war kein Schnee zu sehen! Irgendwann spazierten Herrchen und ich dorthin, wo die Zweibeiner immer in so eine Gondel steigen (auch ich bin schon ein paarmal in so ein Ding hineingesprungen und nach oben gefahren), und dort gab es tatsächlich etwas Schnee. Ich habe mich gleich genüßlich drin gewälzt und in dem Moment alles um mich herum vergessen!
17.01.2007 Heute waren  meine Zweibeiner mal wieder sprachlos. Mit meiner Spürnase kann ich sie doch tatsächlich immer noch verblüffen!  Doch das muss ich der Reihe nach erzählen. Sie ließen mich am Abend alleine zu Hause. Na ja, "zu Hause" ist etwas übertrieben. Es kommt ja zum Glück selten vor, dass sie ohne mich weg gehen. Aber wenn's passiert, dann kann ich mich nicht überall im Haus frei bewegen. Sie stecken mich dann in mein privates Wohnzimmer, auch Wintergarten genannt.  Die Tür nach draußen bleibt offen, damit ich mich wenigstens in meinem Garten frei bewegen kann. Heute war wieder so ein Abend, der sich auf mein Wohnzimmer nebst Garten beschränkte.  Auf leisen Sohlen hatten sie sich davon geschlichen. Hinterhältig wie Zweibeiner sein können gaben sie mir vorher noch ein paar leckere Brocken, um mich abzulenken.  Sie schlichen die Straße hoch, ich blieb in meinem Wohnzimmer und kaute erst mal meine leckeren Sachen. Dann bin ich in den Garten, habe die Ohren gespitzt und die Nase in die Luft gehalten. Aha! Schon war mir klar:  Sie sind zwei Häuser weiter. Auch wenn dort alle Fenster geschlossen waren, nahm ich ihre Stimmen wahr und wusste Bescheid! Ich ging durch den Garten so nah wie möglich an dieses Haus heran, bellte  und jaulte. Ich  bellte ich nicht so wie sonst, wenn ich Wachdienst habe. Dann nämlich ist nur ab und zu mein "normales" Bellen zu hören, das mit der tiefen Respekt einflössenden Stimme. Nein, ich belle in höheren Tonlagen. Es ist mein Rufen: Bitte lasst mich 'rein zu Euch! Irgendwann muss mein Ruf zu Herrchen's minderwertigen Zweibeinerohren durchgedrungen sein. Endlich! Die Terrassentür des Hauses öffnete sich, Herrchen kam  zu mir an das kleine Gartentörchen, vor dem ich stand. Und dann durfte ich mit hinein zu all' den Zweibeinern, die dort beieinander saßen. "Geburtstagsfeier" nennen die das wohl. Zuerst bin ich von einem zum anderen gegangen, habe sie alle beschnuppert und mich abknuddeln lassen. Einige Zweibeiner kannte ich, die habe ich besonders stürmisch begrüßt.  Die anderen begrüßte ich etwas dezenter, aber eben auch freundlich. Tja, nun war auch ich nicht nur einer der Geburtstagsgäste, sondern DER Gast, um den sich nur noch alles drehte. Ich frage mich allen ernstes: Warum lassen die  Zweibeiner mich überhaupt zu Hause und nehmen mich nicht gleich mit, wo sich doch alle anderen so sehr über meine Anwesenheit freuen? Natürlich habe ich mit Begeisterung wieder meine Kunststücke vorgeführt. Alle Zweibeiner waren total entzückt und meinten, ich müsse unbedingt im Zirkus auftreten.
13.01.2007 Weil die Sonne hinter den Wolken herausschaute, fuhr Herrchen heute mal wieder mit mir an den Rhein. Ich freute mich schon, weil mir dort immer so viele Vierbeiner begegnen und es so viele Neuigkeiten für meine Nase gibt. So war das auch heute wieder ein interessanter Nachmittag, und wir sind dann sogar noch durch die Weinberge gelaufen, und auch da war viel los. Gegen Abend holte Junior-Herrchen Norbert mich dann ab. Ich durfte über Nacht dort bleiben, also bei Cleo. Wenn ich dort bin, darf ich immer zu  Junior-Frauchen Roberta auf die Couch. Zu Hause darf ich das nicht. Da findet das Hund-Knuddeln immer auf dem Teppich statt...
08.01.2007 Junior-Frauchen Roberta möchte  meinem Herrchen den Sandhaufen zeigen, wo ich gestern so viel Spass hatte. Also gingen wir hin, und Cleo kam natürlich auch mit. Aber heute hatte ich keine Lust auf Buddeln und Im-Sand-Spielen. Wäre ja auch langweilig, wenn man jeden Tag das gleiche tun würde... Also liefen wir weiter und machten eine schöne Wanderung. Was heißt schön... Wandern finde ich natürlich langweilig, und für mich sind Wanderungen nur dann schön, wenn ich dabei  interessante Dinge erleben kann. Zum Beispiel Stöckchen hinterherrennen und sie dann herumschleppen, Leckerchen suchen, andere Hunde treffen... Heute gab es wieder viele interessante Dinge, also war es schön.
07.01.2007 Nach unserem Spaziergang am Vormittag hat Herrchen sich von mir verabschiedet und mir erzählt, dass wir uns erst am späten Abend wieder sehen würden. Ich blieb also alleine mit Frauchen zu Hause. Und dann kam Junior-Frauchen Roberta mit Cleo. Auch Bandit kam mit seinen Zweibeinern, und dann haben wir alle zusammen ohne Herrchen einen lustigen Spaziergang gemacht. Ich entdeckte einen wunderschönen Sandhaufen und fing an zu buddeln. Ich hatte meine "verrückten 5 Minuten" und habe auch tatsächlich wie eine Verrückte gebuddelt. Dann habe ich mich oben auf den Sandhaufen gelegt, um Cleo und Bandit zum Spielen aufzufordern. Zwischendurch rannte ich durch Schlamm ins Wasser, dann wieder auf den Sandhaufen. "Panierte Sandkönigin", hörte ich die Zweibeiner sagen. War mir egal - wir hatten Spaß ohne Ende, und dann kam schließlich noch ein Cockerspaniel und hat mitgespielt. Ein herrlicher Nachmittag!
05.01.2007 Einen neuen Spielkameraden habe ich heute kennengelernt. Lenox heißt er, wie ich später erfuhr. Ich kam mit Herrchen an einem Reiterhof vorbei, wo 4 Hunde miteinander herumtobten. Herrchen erlaubte mir, zu denen hinzulaufen und mitzuspielen. Lenox war der Schnellste von ihnen - er schien ein Labrador-Husky-Mischling zu sein. Mit ihm schloss ich sofort Freundschaft, und die anderen 3 Spielkameraden waren sofort abgemeldet. Ich tobte mit Lenox über die Wiesen, und wir hatten unglaublich viel Spaß. Und dann lief Lenox mit uns. Es waren noch ca. 3 km bis zu mir nach Hause. Lenox wich mir nicht mehr von der Seite, und unterwegs im Wald haben wir ständig miteinander gespielt und getobt. Doch dann wurden wir leider getrennt: Herrchen hat ein Halsband und eine Leine von mir genommen, hat Lenox angeleint und in unser Auto gelockt. Dann wurde Lenox dorthin zurück gefahren, wo ich ihn kennen lernte. Schnell wurde der Besitzer gefunden, der ihn noch gar nicht vermisst hatte. Vielleicht treffe ich diesen netten Spielkameraden ja mal wieder!
04.01.2007 Heute war ich wieder mit Cleo und Bandit unterwegs. Endlich gibt's  auf meiner Fotoseite auch mal ein Bild, auf dem wir alle 3 zu sehen sind. Es hat wieder viel Spaß gemacht, weil es wieder eine richtig lange Wanderung mit viel Abwechslung war.
01.01.2007 Cleo war gestern  bei mir zu Besuch und blieb bis heute Mittag.  Kaum waren  Herrchen, Cleo und ich gestern vom  Frühabendspaziergang zurück, kamen einige Zweibeiner zu uns ins Haus. Sie gingen alle in den Keller. Ich durfte sie zuerst mal alle beschnuppern und begrüßen, aber dann brachte Herrchen mich wieder zu Cleo in unseren Wintergarten. Zwischendurch durfte ich immer mal in den Keller und wurde von den Zweibeinern geknuddelt. Aber die meiste Zeit verbrachten Cleo und ich leider alleine. Irgendwann stürmten alle Zweibeiner nach draußen auf die Strasse. Nur Herrchen blieb bei Cleo und mir. Cleo schlief fest und schien das Gekrache draußen gar nicht zu hören. Es knallte ständig, und viele bunte Lichter waren am Himmel. Ich war neugierig und rannte irgendwann zwischen Herrchens Beinen hindurch nach draußen. Es interessierte mich doch, was da los war bei den vielen Menschen. Aber dann war mir das doch etwas suspekt mit diesem Krach und den vielen Blitzen am Himmel, und ich lief wieder hinein ins Haus. Etwas traurig war ich schon, dass ich die meiste Zeit von meinen Zweibeinern getrennt war und nur immer mal zwischendurch für ein Viertelstündchen zu ihnen in den Partykeller durfte.
Als dann die andern Zweibeiner spät in der Nacht schlafen gegangen waren, gingen Herrchen,  Cleo und ich um 5.00 h morgens noch eine Runde spazieren. Wir kamen an der Wiese vorbei, auf der vor wenigen Tagen ein ganz leckerer Duft verteilt wurde. Es war ja schön dunkel, und das war meine Chance! Ich habe ein wunderschönes Bad im Kuh-Mist genommen... Als wir wieder zu Hause ankamen, schien Herrchen wohl nicht so begeistert zu sein von meinem Aussehen und meinem Duft. Ich erinnere mich an Worte wie "stinkst und siehst aus wie ein lebender Misthaufen".
So musste ich dann den Rest der Nacht in meinem Wintergarten verbringen, und als die zweibeinigen Gäste zum Frühstück kamen, durfte ich sie nicht begrüßen! Ich verstand die Welt nicht mehr... Und dann hat Herrchen mich mitgenommen in die Garage, wo meine Dusche ist. Ich wurde mit lauwarmem Wasser nass gemacht und dann mit diesem seltsamen schäumenden Zeug eingeschmiert. Plötzlich war mein schöner Nacht-Duft verschwunden und ich war nass wie ein Pudel. Herrchen war genauso nass wie ich, weil ich mich immer so kräftig geschüttelt habe. Und nun finde ich meinen Geruch gar nicht mehr so toll, aber meinen Zweibeinern scheint das nun wieder besser zu gefallen.
Ob mein Duft-Bad auf der Wiese in der Neujahrsnacht Glück bringt für 2007? Bestimmt!